Mind Mapping - Eine Visualisierungstechnik
Mind Mapping wurde bereits Ende der 60er Jahre von dem englischen Wissenschaftler Tony Buzan entwickelt und 1974 in der BBC Sendung "Use your head" öffentlich vorgestellt.
Sein Ansatz war die Hemisphärentheorie nach Roger Sperry, der entdeckte, dass die beiden Gehirnhälften jeweils für unterschiedliche Denkprozesse verantwortlich sind. So aktiviert Mind Mapping immer beide Hirnhälften und fördert ein ganzheitliches vernetztes Denken. Es ist logisch, strukturiert und zugleich kreativ stimulierend. Ein Mind Map enthält auf geringer Fläche eine übersichtliche und komprimierte Darstellung vieler Informationen. Verwendet werden dabei Schlüsselbegriffe oder Symbole, die jeder Anwender individuell zusammenstellen kann. Durch diese Reduktion auf eine Ein-Wort-Technik werden selbst unbekannte und große Datenmengen schnell und leicht verstanden, abgespeichert und erinnert. Das Gedächtnis wird trainiert und das Denken in Zusammenhängen gefördert.
Mind Mapping stärkt auch Ihr Selbstbewusstsein und die eigene Organisations- und Planungskompetenz. Die Fähigkeit wesentliche bzw. wichtige Dinge schneller zu erkennen wird gestärkt. Damit unterstützt Mind Mapping den schnellen Zugriff auf den eigenen mentalen Datenspeicher – Mind Mapping wird der Schlüssel zu Ihrem Gehirn.
Mind Mapping ist eine faszinierende Technik, mit der sich hervorragende Ergebnisse erzielen lassen. Das Einsatzgebiet ist praktisch unbegrenzt. Egal ob für eine schnelle Arbeitsliste, die Planung für den nächsten Urlaub, eine Besprechungsmitschrift, oder die Vorbereitung für eine wichtige Rede. Sogar komplizierte Texte und Bücher werden verständlich. Vernetzungen werden sichtbar gemacht. Mind Mapping stimuliert kreatives Denken und vernetzt Informationen.
Mind Mapping ist eine hoch effiziente Arbeits- und Denktechnik, die wirklich immer und überall verwendet werden kann. Sie ist leicht erlernbar, sofort und rasch einsetzbar und eignet sich sehr gut für alle Planungen und Checklisten im täglichen Arbeitsumfeld.
Die Mind Map Regeln
Ideen, Gedanken, Begriffe ordnen Sie um einen zentralen Begriff in der Blattmitte herum an. Von diesem zentralen Begriff (Thema, Bild etc.) gehen mehrere Hauptäste ab, die sich dann wiederum in Neben- und Unterzweige aufteilen. Damit wird die eindeutige Hierarchie einer Information, durch die Anordnung auf den verschiedenen Ästen / Strängen, grafisch sichtbar gemacht. Die Überbegriffe, sprich Hauptkapitel, stehen auf Hauptästen, Unterkapitel auf Nebenästen und Detailinformationen auf der nächsten Ebene. Die einzelnen Äste können durch verschiedene Linienstärken oder unterschiedliche Farben voneinander gut unterschieden werden. Die Schlüsselbegriffe stehen immer über und niemals unter oder neben den einzelnen Ästen. Gerne können Sie Schlüsselwörter durch eigene Symbole (Icons) ersetzen. Überall wo es möglich ist, können ergänzende und erklärende grafische Elemente wie Zeichnungen, Piktogramme oder Tabellen, eingebaut werden. Ich empfehle diese einzurahmen oder anders abzugrenzen. Damit werden diese Skizzen als wichtige Ergänzung gekennzeichnet und die Lesbarkeit bleibt ebenfalls gut erhalten.
Die "MindManager Map"
Was ist das eigentlich? Die Bezeichnung Business Map, jetzt immer öfter auch MindManager Map, leitet sich von dem Begriff Mind Mapping ab. Er soll auf den Anwendungsbereich im Arbeits- und Planungsalltag hinweisen. Entstanden ist er aus der Not heraus, weil Mind Map lange Jahre ein geschütztes Wort und eine geschützte Marke war. Mittlerweile verschwimmen die Begriffe im allgemeinen Sprachgebrauch. Mind Mapping wird immer öfter als Name für MindManager Maps oder allgemein für digitale Maps verwendet. Das ist aber nicht korrekt, denn originale Mind Maps werden ausschließlich per Hand mit Stift und Papier erstellt. Deshalb verwende ich die Begriffe Business Map, MindManager Map oder auch digitales Mappen.


