Use Case: Vom unsichtbaren Arbeitgeber zur attraktiven Zukunftsperspektive
Vom unsichtbaren Arbeitgeber zur attraktiven Zukunftsperspektive
Bei diesem Unternehmen zeigten sich sehr klar die folgenden zentralen Herausforderungen: Fachkräftemangel, fehlende Lehrlinge, mangelnde Sichtbarkeit als Arbeitgeber:in, fehlende Schulkooperationen sowie das Risiko von Wissensverlust durch ausscheidende erfahrene Mitarbeitende. Gleichzeitig wurden Social Media, Nachwuchsgewinnung, Wissenssicherung und generationenübergreifender Wissenstransfer als konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.
Die Ausgangslage
„Früher haben sich Lehrlinge bei uns beworben. Heute müssen wir junge Menschen zuerst erreichen.“
Mit dieser Erkenntnis wandte sich ein traditionsreicher Handwerksbetrieb an mich.
Der Betrieb verfügt über engagierte Mitarbeitende, langjährige Kund:innenbeziehungen und ein hohes fachliches Know-how. Gleichzeitig wurde immer deutlicher, dass sich die Rahmenbedingungen verändert hatten.
Neue Lehrlinge kamen kaum nach, Bewerbungen gingen zurück und wichtige Erfahrungswerte lagen oft nur in den Köpfen einzelner Mitarbeitender. Hinzu kam, dass das Unternehmen weder auf Social Media präsent war noch aktiv mit Schulen zusammenarbeitete. Das Berufsbild war modern und vielseitig, wurde von jungen Menschen jedoch kaum wahrgenommen.
Die Frage lautete nicht mehr:
„Wie finden wir neue Mitarbeitende?"
Sondern:
„Wie machen wir sichtbar, wer wir sind und warum junge Menschen bei uns arbeiten sollten?"
Der erste Schritt bestand darin, nicht sofort Lösungen vorzugeben, sondern die Mitarbeitenden einzubinden.
In Workshops analysierten wir gemeinsam die aktuelle Situation:
Welche Stärken hat der Betrieb?
Welches Wissen ist besonders kritisch?
Welche Erfahrungen haben jüngere und ältere Mitarbeitende?
Warum entscheiden sich junge Menschen heute für oder gegen einen Beruf?
Was macht das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv?
Dabei zeigte sich schnell, dass im Unternehmen weit mehr Potenzial vorhanden war, als allen bewusst war.
Gemeinsam entwickelten wir mehrere konkrete Maßnahmen:
Sichtbarkeit schaffen
Der Betrieb baute mit mir gemeinsam erstmals eine eigene Social-Media-Präsenz auf, um Einblicke in den Arbeitsalltag zu geben und das Berufsbild zeitgemäß sichtbar zu machen. Social Media wurde dabei nicht als Werbung verstanden, sondern als Möglichkeit, Menschen hinter den Arbeitsplätzen sichtbar zu machen.
Kooperationen mit Schulen aufbauen
Zusätzlich wurden Kontakte zu Schulen entwickelt und Formate für Schulbesuche, Schnuppertage und Berufsorientierung erarbeitet. Ziel war es, mit Jugendlichen frühzeitig in Kontakt zu kommen und das Berufsbild erlebbar zu machen.
Wissen generationsübergreifend sichern
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Wissenssicherung.
Erfahrene Mitarbeitende verfügen über wertvolles Praxiswissen, das über Jahre aufgebaut worden war. Gemeinsam wurden Ansätze entwickelt, dieses Wissen sichtbar zu machen, zu strukturieren und für die nächste Generation nutzbar zu machen.
Dafür entstanden Kompetenzmatrizen, Dokumentationen und die Idee von Generationentandems: Erfahrene Fachkräfte geben ihr Wissen weiter, während jüngere Kolleg:innen digitale Kompetenzen einbringen und bei der Dokumentation unterstützen.
Mit der Zeit entstand etwas, das weit über einzelne Maßnahmen hinausging.
Die Mitarbeitenden begannen, die Zukunft des Unternehmens als gemeinsame Aufgabe zu sehen. Jüngere und ältere Generationen arbeiteten stärker zusammen und brachten unterschiedliche Perspektiven ein.
Gleichzeitig entwickelte der Betrieb mehr Sichtbarkeit nach außen und schuf neue Möglichkeiten, um mit potenziellen Lehrlingen, Schulen und Interessierten in Kontakt zu treten. Die begonnenen Maßnahmen wurden nicht nur umgesetzt, sondern schrittweise in den Betriebsalltag integriert und eigenständig weitergeführt.
✅ Aufbau einer sichtbaren Arbeitgeber:innenmarke
✅ Erste strukturierte Social-Media-Aktivitäten
✅ Neue Kooperationen mit Schulen und Bildungseinrichtungen
✅ Höhere Attraktivität für potenzielle Lehrlinge
✅ Systematische Wissenssicherung im Unternehmen
✅ Stärkere Zusammenarbeit zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitenden
✅ Mehr Zukunftssicherheit durch gelebten Wissenstransfer
✅ Mitarbeitende gestalten Veränderungen aktiv mit
"Besonders wertvoll war für uns, dass nicht nur einzelne Maßnahmen entstanden sind, sondern ein gemeinsames Verständnis dafür, wie wir unseren Betrieb langfristig weiterentwickeln wollen. Die Zusammenarbeit hat uns geholfen, Wissen zu sichern, neue Wege in der Lehrlingsgewinnung zu gehen und als Team stärker zusammenzuwachsen."
Viele Unternehmen stehen heute vor denselben Fragen:
Wie gewinnen wir junge Mitarbeitende?
Wie sichern wir das Wissen erfahrener Fachkräfte?
Wie schaffen wir Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Generationen?
Wie werden wir als Arbeitgeber:in sichtbar?
Die Antworten darauf entstehen selten durch Einzelmaßnahmen. Sie entstehen dort, wo Menschen gemeinsam an der Zukunft ihres Unternehmens arbeiten.
Genau dabei begleite ich Betriebe. Dabei entstehen Lösungen, die nicht auf dem Papier bleiben, sondern im Alltag funktionieren.

